Keine Angst vor der Bachelorarbeit!

Du stehst kurz vor Deiner Bachelorarbeit und kriegst schon Bauchschmerzen? Mit diesem Beitrag wollen wir Dir die Angst vor Deiner Bachelorarbeit nehmen: Keine Angst!


Für viele Studierende ist das Thema Bachelorarbeit mit einem Gefühl der Unsicherheit und manchmal auch Angst verbunden. Dieses Gefühl kann sich in Prokrastination äußern — dem bewussten Aufschieben einer wichtigen und geplanten Aufgabe, obwohl man weiß, dass die Verzögerung negative Konsequenzen haben kann (Steel, 2007). Aber keine Sorge, es gibt Strategien, diese Angst zu überwinden und die Arbeit erfolgreich zu bewältigen.

Warum entsteht Angst?

Es gibt verschiedene Gründe für die Angst vor der Bachelorarbeit. Einer der Hauptgründe ist, dass Studierende das Aufschieben von Aufgaben als Mittel nutzen, um unangenehme Gefühle, insbesondere Angst, zu bewältigen. Schwierige und unangenehme Aufgaben werden vermieden, um die damit verbundenen negativen Gefühle zu vermeiden. Kurzfristig kann dies die Stimmung verbessern, langfristig führt diese Strategie jedoch häufig zu noch mehr Stress und Sorgen.

Du hast es in der Hand!

Die gute Nachricht ist, dass Du Deine Gefühle beeinflussen und positiv nutzen kannst. Du kannst die Dauer, Intensität und Qualität Deiner Gefühle verändern und dadurch ein Gefühl der Kontrolle erlangen. Dieses Gefühl der Kontrolle hilft Dir, mit zukünftigen unangenehmen Ereignissen und Gefühlen besser umzugehen.

Denk daran: Du hast es selbst in der Hand! Mit der richtigen Herangehensweise brauchst Du keine Angst vor Deiner Bachelorarbeit zu haben.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Angstbewältigung

  • Erinnere Dich an frühere Erfolge: Denke an eine Prüfung oder eine große Aufgabe, die Du erfolgreich gemeistert hast. Schreibe auf, wie Du Dich dabei gefühlt hast. Diese positiven Gefühle können Dir helfen, eine optimistische Einstellung zu bewahren und Deine Angst vor der Bachelorarbeit zu verringern.
  • Teile Deine Arbeit in Etappen: Plane Deinen gesamten Weg zur Bachelorarbeit in Etappen. Stelle Dir den Weg wie eine Bergwanderung vor, bei der Du verschiedene Zwischenziele erreichst, bis Du schließlich das Gipfelziel – die fertige Bachelorarbeit – erreichst. Dieser Plan sollte alle Zwischenziele, Termine und Fristen enthalten. Wichtig ist, dass die Ziele konkret, präzise, messbar, realistisch und terminiert sind.
  • Belohnungen einplanen: Überlege Dir Belohnungen für jedes erreichte Etappenziel und visualisiere diese, vielleicht sogar direkt auf Deinem „Berg“. Diese Einteilung in Etappen hilft Dir nicht nur organisatorisch, sondern auch emotional. Nach jedem erreichten Ziel erlebst Du positive Gefühle, die Deine Motivation und Zuversicht stärken. Und vergiss nicht: Die Belohnungen nach jeder Etappe machen den Weg noch schöner!
  • Reflexion nach jeder Etappe: Nachdem Du eine Etappe erreicht hast, beantworte für Dich folgende Fragen:
    • Wie kann ich meine Angst beschreiben? (extrem, viel, wenig, keine…)
    • Fühle ich mich ermutigt, zum nächsten Schritt überzugehen?
    • Konnte ich meine unangenehmen Gefühle beeinflussen oder reduzieren?

Diese Reflexion hilft Dir, Deine Fortschritte zu erkennen und Dein Selbstvertrauen zu stärken.

Und wie bewältige ich die Bachelorarbeit?

  • Suche Dir Unterstützung: Es gibt einige Stellen, an die Du Dich bei jeglichen Schwierigkeiten oder Unsicherheiten wenden kannst. Abgesehen von Deinen Betreuer*innen für die Arbeit kannst Du etwa die Fachstudienberatung in Anspruch nehmen. Wenn es um generelle Fragen geht, kannst Du zur Studien- und Prüfungsberatung der Philosophischen Fakultät gehen. Und bei allen Fragen rund um das Schreiben an sich ist die Schreibberatung des Internationalen Schreiblabors für Dich da!
  • Nimm Dir nicht zu viel vor. Noch eben das kleine Latinum nachholen und zwei Hausarbeiten nebenher sind doch kein Problem? Die eine oder andere Veranstaltung kann sinnvollsein, damit Du nicht nur in der Bachelorarbeit versinkst. Nimm Dir aber lieber nicht zu viel für das Semester vor, in dem Du die Bachelorarbeit schreiben willst. Gut ist es auch, durch Hobbys abzuschalten — ob häkeln, Sport oder Theater spielen — es ist alles erlaubt, was Spaß macht und Dich entspannt.
  • Tausche Dich aus! Einige Fächer bieten ein Bachelorkolloquium an, in dem Studierende ihre Arbeiten vorstellen und sich gegenseitig darüber austauschen oder Feedback geben können. Wenn es dieses Angebot in Deinem Fach gibt, nutze es! Falls nicht, suche Dir einen anderen „Ort“ zum Austausch. Vielleicht schreibt jemand aus Deinem Freundeskreis auch gerade Bachelorarbeit? Mit anderen über die Probleme und Hürden der eigenen Arbeit zu sprechen, kann eine große Hilfe sein. Außerdem kann ein frisches Paar Augen z.B. auf die Gliederung oder dieFragestellung nicht schaden!

Vergiss nicht: Die Bachelorarbeit ist auch „nur“ eine große Hausarbeit.

Lass Dich nicht vom Umfang der Arbeit einschüchtern. Die Bachelorarbeit ist letztlich nur eine größere Version der Hausarbeiten, die Du bereits erfolgreich gemeistert hast – mit dem Vorteil, dass Du Dich intensiver mit einem Thema auseinander setzen kannst, dass Du ausgewählt hast. Mit einer klaren Planung, regelmäßigen Pausen und einem festen Fokus auf Deine Etappenziele wirst Du auch diese Herausforderung meistern.  Zögere aber auch nicht, Dir konkrete Hilfe zu holen, wenn Du nicht weiterkommst. Die Prüfungs- und Studienberatung ist dafür ein erster guter Anlaufpunkt: ihr könnt gemeinsam Zeitpläne aufstellen, schauen, was gegen Prokrastination oder Prüfungsangst hilft, bei Konflikten mit den Betreuer*innen Lösungen suchen und noch vieles mehr!

Literaturtipps

M. Haines, ABC der wissenschaftlichen Abschlussarbeit (Paderborn 2009).

P. Steel, Der Zauderberg. Warum wir immer alles auf morgen verschieben und wie wir damit aufhören (Köln 2011).


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